Ich interessiere mich eigentlich für Alles, was auch nur im Entferntesten einen grünen Farbton hat; seien es Pflanzen, Moose oder aber auch Flechten.

Die Personen, welche mich kennen, wissen wie sehr mich die Moosflora von Deutschland und Europa begeistert. Derzeit arbeite ich u.a. an der bryologischen Kartierung der Südspitze Sachsen-Anhalts; die Fläche wird von Eisenberg und Gera in Thüringen sowie Naumburg und Zeitz in Sachsen-Anhalt umrahmt. Zahlreiche seltene und bislang wenig beachtete Arten konnten in diesem Gebiet bereits nachgewiesen werden. Die Liste wächst stetig an und es werden wohl über kurz oder lang noch zahlreiche Angaben folgen.

Mein besonderes Interesse gilt der wunderbaren Lebermoosgattung Frullania, deren Arten v.a. in den Tropen vorkommen und dort als Epiphyten die Bäume überziehen. In Europa sind nur vergleichsweise wenige Vertreter der Gattung bekannt. Sie besiedeln Felsen oder Bäume. Die Abgrenzung der einzelnen Arten ist oft schwierig und häufig sind mikroskopische Präparationen nötig. Selbst in den bryologisch gut durchforschten Gebieten der nördlichen Hemisphere sind bspw. die Arten Frullania tamarisci und F. dilatata nur ein Dunstkreis von Kleinarten. Mein Ziel ist es, diese Sippen morphologisch zu differenzieren und deren Verbreitung zu bestimmen.

Aktuelles:

Am 16. November 2011 ist das 16. Beiheft der Haussknechtia erschienen:

Meinunger, L. (2011): Kommentierte Checkliste der Flechten Thüringens. Haussknechtia Beih. 16: 1-160.

„Aus Thüringen sind gegenwärtig 1150 Flechtenarten bekannt, für die genaue Fundnachweise mitgeteilt werden. Zusätzlich werden einige bemerkenswerte, in Nachbargebieten gefundene Arten genannt, die teilweise neu für Deutschland sind, darunter Caloplaca ferrarii, Lecanora farinaria, Micarea alabastrites, Toninia albomarginata.“

Das Beiheft ist bei Herrn Hermann Manitz, Herbarium Haussknecht, Fürstengraben 1 in 07743 Jena für circa € 11.00 erhältlich.

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Am Samstag, den 25. Februar 2012, findet im Naturkundlichen Museum Mauritianum in Altenburg eine Vortragsveranstaltung statt.
Es wird u.a. über das Berg-Steinkraut im östlichen Harzvorland, die neuen Roten Listen Thüringens, die Botanische Sammlung des Naturkundlichen Museums Mauritianum Altenburg und über zwei Botanische Exkursionen nach Malaysia und in die Nordosttürkei berichtet. Weitere Veranstaltungen und zusätzliche Informationen finden sich im Winterplan der Thüringischen Botanischen Gesellschaft e.V.

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Ein weiterer Bestimmungskurs für Moose wird von der Thüringischen Botanischen Gesellschaft e.V. im Frühjahr 2012 angeboten. Der Kurs wird voraussichtlich am 17. März im Universitätshauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität in Jena durchgeführt. Es sollen in gemeinsamer Runde die Laubmoose kennengelernt werden. Etwaige Terminänderungen werden noch bekannt gegeben. Voranmeldungen sind bei Herrn Heiko Korsch möglich.

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Die Kryptogamenarbeitsgruppe Halle (Saale) wird vom 30. März bis zum 1. April 2012 eine Moos- und Flechtenexkursion in das Biosphärenreservat Südharz unternehmen. Die Übernachtung in der Jugendherberge am Kyffhäuser in Kelbra/Sittendorf sollte noch vor Weihnachten angemeldet werden, so dass eine rasche Rückmeldung erforderlich ist. Nähere Informationen und Anmeldeformulare sind über Regine Stordeur zu erhalten.