Ich interessiere mich eigentlich für Alles, was auch nur im Entferntesten einen grünen Farbton hat; seien es Pflanzen, Moose oder aber auch Flechten.

Die Personen, welche mich kennen, wissen wie sehr mich die Moosflora von Deutschland und Europa begeistert. Derzeit arbeite ich u.a. an der bryologischen Kartierung der Südspitze Sachsen-Anhalts; die Fläche wird von Eisenberg und Gera in Thüringen sowie Naumburg und Zeitz in Sachsen-Anhalt umrahmt. Zahlreiche seltene und bislang wenig beachtete Arten konnten in diesem Gebiet bereits nachgewiesen werden. Die Liste wächst stetig an und es werden wohl über kurz oder lang noch zahlreiche Angaben folgen.

Mein besonderes Interesse gilt der wunderbaren Lebermoosgattung Frullania, deren Arten v.a. in den Tropen vorkommen und dort als Epiphyten die Bäume überziehen. In Europa sind nur vergleichsweise wenige Vertreter der Gattung bekannt. Sie besiedeln Felsen oder Bäume. Die Abgrenzung der einzelnen Arten ist oft schwierig und häufig sind mikroskopische Präparationen nötig. Selbst in den bryologisch gut durchforschten Gebieten der nördlichen Hemisphere sind bspw. die Arten Frullania tamarisci und F. dilatata nur ein Dunstkreis von Kleinarten. Mein Ziel ist es, diese Sippen morphologisch zu differenzieren und deren Verbreitung zu bestimmen.

Aktuelles:

Das Umweltreferat der Friedrich-Schiller-Universität in Jena bietet im Jahr 2012 botanische und geologische Wanderungen in der Umgebung von Jena an. Interessierte sind herzlich eingeladen.